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Medienrückblick auf den SGS-Kongress (siehe Rubrik "Medienrückblick" links)
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Herzlich Willkommen am Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie vom 12. – 14. September 2007 an der Universität Basel
„Wenn Du Frieden willst, so rüste zum
Krieg.“ Dieses bestbekannte lateinische Sprichwort schien in der Epoche des
kalten Krieges fast aufzugehen. Es hat so ausgesehen, als ob Krieg zwischen
zivilisierten grossen Blöcken sich in der Aufrüstung und der Herstellung von
Drohkulissen erschöpfen würde. Aber eben nur fast. Denn wir wissen auch,
dass sich trotzdem von Vietnam über die südamerikanischen „low intensity
conflicts“ zu den Bürgerkriegen in Nordirland und im Baskenland bis hin zu den
militärisch geführten Auseinandersetzungen im Nahen Osten eine breite Spur der
Verheerung, des Elends und des Blutes gezogen hat. Und seitdem ethnisch
begründete Vertreibungen und Hegemonieansprüche im Balkan den Krieg in Europa
wieder eingeführt haben, ist auch die Gewissheit einer friedlichen Welt bei uns
nicht mehr so gross wie auch schon. Und wenn wir sehen, mit welch stupender
Geschwindigkeit und mit industriell organisierter Medien- und
Militärmaschinerie die ideologischen Gegensätze des kalten Krieges durch einen
neuen Feind - den weltweiten Terrorismus - ersetzt werden konnten, so stellt sich
uns Soziologinnen und Soziologen die Frage: Warum beschäftigen wir uns
vergleichsweise so wenig mit diesem wichtigen Thema?
Krieg
hat viele Facetten (Nationalismus, Ideologie, Gender, Migration, Gesundheit,
Organisation, natürliche Ressourcenknappheit und andere mehr). Krieg erschöpft
sich auch nicht – wie fälschlicherweise oft in den Medien suggeriert – in den
Entscheidungen und Treffen von Politikern, sondern ist in Anlehnung an Marcel
Mauss ein „totales soziales Phänomen“.
Die Schweizerische Gesellschaft für
Soziologie möchte Sie deshalb einladen, das zweifellos schwierige und
herausfordernde Thema Krieg anzunehmen und am SGS-Kongress 2007 an der
Universität Basel soziologisch zu be- und zu durchdenken.
Christoph Maeder, Präsident der
Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (SGS)
Ueli Mäder und Sarah Schilliger, Lokales Organisationskomitee,
Universität Basel
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