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GENÈVE/GENF/GENEVA,
19 - 22 SEPTEMBRE/R 2001
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MODULE :
Sociologie, politique sociale et travail social/Sociologie, politique sociale et travail social
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| Richard BLÄTTLER | ND |
Seit den späten 80er-Jahren werden zunehmend Interventionen geplant und durchgeführt, die im Sinne der Überlebenshilfe (harm reduction) funktionieren. Anders als die Leidensdrucktheorie gehen diese Interventionen vom Ressourcen-Ansatz aus, der sich mit Anomie-theoretischen Überlegungen begründet. Gassenzimmer, Substitutions- und Spritzentauschprogramme sind die bekanntesten unter einer Vielzahl von Interventionen, die die Ressourcen der Betroffenen erhalten und stärken wollen. Die Erfahrungen damit können als empirische Bestätigung des Ressourcen-Ansatzes interpretiert werden. Der Rückgang der Drogentoten und der Neuinfektionen mit HIV durch Injektionen sind Belege dafür. Hepatitis bleibt eine Herausforderung. Die öffentliche Problemwahrnehmung ist verhältnismässig tief. Welche theoretischen Weiterentwicklungen sind denkbar? Welche Verbesserungen der Interventionsstrategie sind nötig? Was liesse sich aus dem Beispiel für andere Bereiche lernen?
| Michael BOMMES , avec/mit Albert SCHERR | ND |
Trotz der enormem Expansion der Sozialen Arbeit ist das Interesse der Soziologie an der Sozialen Arbeit gering: Dies beginnt sich in Folge der neueren Beiträge zu einer systemtheoretisch angelegten Soziologie Sozialer Arbeit zu ändern. Denn für eine soziologische Fundierung der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit bietet die Luhmann’sche Theorie Sozialer Systeme eine geeignete Grundlage. Sie ist so angelegt, dass eine Bearbeitung der zu unterscheidenden Analyseebenen Gesellschaft, Organisation und Interaktion in einem einheitlichen und konsistenten begrifflichen Rahmen erfolgen kann. In dem Vortrag soll gezeigt werden, welche Einsichten eine systemtheoretisch angelegte Soziologie der Sozialen Arbeit eröffnet. Im Zentrum stehen wird die These, dass Soziale Arbeit in der modernen Gesellschaft als spezifisch unspezifische Kommunikation von Hilfsbedürftigkeit charakterisiert werden kann.
| Gérard de RAHM | ND |
Robert Castel (1995) pose l'hypothèse générale de la complémentarité entre les processus d'intégration par le travail et la densité de l'inscription relationnelle dans des réseaux familiaux et de sociabilité. Je chercherai à la développer en m'attachant particulièrement à la désinstitutionnalisation de la famille et à ses conséquences dans la protection des individus. Je l'examinerai à la lumière de données empiriques issues de recherches existantes et tenterai d'en dégager la portée pour les politiques de revenus minima et d'insertion: prise en compte de la dimension familiale dans la détermination des minima sociaux, travail social de recréation de liens sociaux.
| Christophe DELAY | ND |
Dans un contexte de ciblage croissant des politiques sociales, il semble que les institutions d’aide sociale tendent à produire de plus en plus d’exclusion, en notamment chez les plus défavorisés. Dans le contexte de réforme de l’aide sociale genevoise (autour du Revenu Minimum de Reinsertion), l’exemple des Sans Domicile Fixe nous montre à quel point toute tentative de collaboration entre l’institution et l’indivdiu semble vouée à l’échec. Certains niveaux de cet échec (mode de fonctionnement et attentes de comportement des institutions; représentation sociale de chacune des parties etc.) seront analysés à travers le discours des sans abri.
| Jean-Pierre FRAGNIERE | ND |
L’allongement de la durée de la vie et la cohabitation de plusieurs générations posent de nombreux problèmes aux acteurs chargés d’élaborer les politiques sociales. Dans de nombreux cas, une redéfinition des enjeux s’impose. L’interaction entre les politiques sectorielles va croissant. Les stratégies de mise en œuvre des mesures se modifient. Un bilan des travaux disponibles et des expérences récentes s’impose.
| Dieter KARRER , avec/mit Ruth GURNY | ND |
Das Zürcher Quartier Hard ist geprägt durch eine starke Zuwanderung ausländischer Bevölkerungsgruppen, was zu Konflikten mit den Alteingesessenen geführt hat, die vor allem die MigrantInnen aus dem Balkan für die zunehmenden Probleme im Quartier verantwortlich machen. Anknüpfend an eine Untersuchung, in der v. a. die Perspektive der "Alteingesessenen" erfasst wurde, wird die Sicht der Neuzuzüger analysiert und versucht, ihre Integration im Quartier zu verbessern.
| Harald KLINGEMANN | ND |
Immer mehr ist die Rede von Therapiezeitverkürzungen, der Wunderpille gegen Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Qualitätskontrolle - ‚Zeit ist Geld‘ und die These vom ‚Beschleunigungsdruck im Therapiesystem‘ macht die Runde. Um psychologische und soziologische Vorstellungen von Zeit geht es bei der geplanten Befragung, welche das Institut für Sozialplanung und Sozialmanagement (ISS) der Hochschule für Sozialarbeit Bern beim Personal und den Patienten interessierter stationärer Drogen- und Alkoholbehandlungseinrichtungen in der deutschsprachigen Schweiz durchführt. Ausgewählte Fragen zum subjektiven Zeitverständnis – Vergangenheits- Gegenwart- und Zukunftsorientierung - werden gleichzeitig im Rahmen einer Bevölkerungsumfrage erhoben. ? Unterscheidet sich das Zeitverständnis bei Therapeuten, Suchtpatienten (Alkohol/illegale Drogen) und der Allgemeinbevölkerung, etwa mit Blick auf die Zukunftsorientierung? ? Welche Konsequenzen ergeben sich aus unterschiedlichen Zeitkonzepten von Patienten und Therapeuten bezüglich Therapiezufriedenheit, Behandlungswechsel, erwartetem und tatsächlichem Therapieabschluss – bzw. -abbruch? ? Welche Typologien des ‚Umgangs mit der Zeit in der Einrichtung‘ können beobachtet werden? Zeit absitzen? Opponieren? Mitmachen? Abtauchen? Diese Nationalfondsstudie läuft über den Untersuchungszeitraum 2001 – 2003 und baut auf den Ergebnissen einer Pilotstudie im Jahre 1999/2000 auf. Im Referat werden Ergebnisse dieser Vorläuferstudie und ein Ausblick auf die geplante Studie geboten.
| Stefan KUTZNER | ND |
Wer arbeitet, kann eigentlich nicht arm sein. Gerade neuere Befunde der Armutsforschung brachten ans Licht, dass Armut nicht zwangsläufig mit Erwerbslosigkeit gekoppelt ist. Working poor (erwerbstätige Arme) wurden auch in der Schweiz nachgewiesen. Drei Risikogruppen konnten bisher identifiziert werden: TieflohnbezügerInnen, Alleinerziehende und Paare mit drei und mehr Kindern. Die Stellung auf dem Arbeitsmarkt sowie die Haushaltsform sind die beiden wesentlichen Faktoren, die zur working poor-Existenz führen. Geeignete sozialpolitische Massnahmen wären arbeitsmarktpolitischer wie auch familienpolitischer Natur: Besieht man sich die gegenwärtige sozialpolitische Diskussion in der Schweiz zum Problem der working poor, zeigt sich, dass arbeitsmarktpolitische Massnahmen überwiegen, eine familienbezogene Sozialpolitik ist einer arbeitsmarktbezogenen untergeordnet. In dem Vortrag wird die Dominanz von arbeitsmarktbezogener gegenüber familienbezogener Sozialpolitik aus einer historischen Perspektive Schweizer Sozialpolitik thematisiert und in Bezug auf die working poor problematisiert. Die Darstellung vorliegender Daten aus der von Ueli Mäder, Carlo Knöpfel und Stefan Kutzner durchgeführten Nationalfonds-Studie „Working poor aus der Schweiz: Wege aus der Sozialhilfe« dienen der Abrundung.
| Ueli MÄDER , avec/mit Elisa STREULI | ND |
Ziel dieser Vorstudie ist es, einen Überblick über die Reichtumsliteratur, sowie über die (spärliche) Datenlage zu verschaffen und anhand von ausführlichen Gesprächen mit Reichen die Frage nach der Sozialverträglichkeit des Reichtums zu untersuchen. Reichtum in der Schweiz wird anhand der Einkommens- und Vermögensverteilung im internationalen Vergleich und bezüglich der Verteilung in der Schweiz in einer Quer- und Längsschnittbetrachtung diskutiert. Datenquellen sind die Eidgenössische Steuerverwaltung, die Steuerstatistik des Kantons Zürich sowie die statistischen Jahrbücher des Kantons Basel-Stadt. Während sich die Reichtumsanalyse in der wissenschaftlichen Literatur meist an der 200%-Schwelle des Median-Aequivalenzeinkommens orientiert (rund 100'000 Franken), wird hier das „obere Ende der Verteilung« untersucht. Reiche – verstanden als mehrfache VermögensmillionärInnen - sind auch in der Schweiz überwiegend Männer; meist sind es Top-Manager, Erben, Akademiker oder eine Kombination aus diesen Merkmalen. Unsere Gespräche mit reichen Männern (und vereinzelt reichen Frauen) spüren den „Gesichtern hinter den Zahlen«nach. In einer Gesellschaft, in der rund 10% unter der Armutsgrenze leben, stellt sich insbesondere die Frage nach der sozialen Verantwortung der Reichen. Kann Reichtum sozialverträglich sein oder widerspricht er einer Umverteilung, die auch die Primärverteilung und das damit verbundene Machtgefälle einbezieht? Vorab präsentieren wir unsere Ergebnisse aus der quantitativen Analyse sowie aus den Gesprächen.
| Eva NADAI | ND |
Die Aufgabe der Sozialen Arbeit liegt in professionalisierungstheoretischer Sicht in der stellvertretenden Krisenbewältigung im Rahmen eines Arbeitsbündnisses mit den Klientinnen. Die hierzu erforderliche Orientierung am Einzelfall steht im Gegensatz zur formalen Rationalität von bürokratischen Sozialverwaltungen, die auf fallunabhängiger Generalisierung mittels Routinisierung beruht. Soziale Arbeit ist daher in unaufhebbare Handlungsparadoxien verwickelt, mit denen umsichtig umzugehen ein Kennzeichen von Professionalität ist. In meinem Beitrag diskutiere ich empirisch vorfindbare Interventionsformen in der öffentlichen Sozialhilfe und die hier praktizierten Routinen der Krisenbewältigung. Welche Strategien verfolgt das Personal in der Vermittlung von organisationellen Vorgaben und Klientenbedürfnissen; inwiefern kann dieses Handeln als Ausdruck von Professionalität gelten? Welche Routinen entwickeln die Klienten im Umgang mit der Sozialhilfe, die für viele nicht (mehr) Krise, sondern Alltag bedeutet? Empirische Grundlage meines Referats sind ethnographische Fallstudien, die ich gemeinsam mit Christoph Maeder im Rahmen des NFP 'Probleme des Sozialstaats' durchführe.
| Werner OBRECHT , avec/mit Heinrich ZWICKY | ND |
Die Arbeit thematisiert in einem 1. Teil die Popularität der Systemtheorie Luhmann'scher Prägung in der Sozialen Arbeit und setzt sich mit den Gründen für die Attraktivität dieses theoretischen Ansatzes auseinander. Diese Gründe werden einerseits in den besonderen Eigenschaften des Ansatzes, andererseits in der besonderen Situation der Sozialen Arbeit (Identitäts- und Statusproblematik) gesucht. In einem 2. Teil werden die Defizite des Ansatzes aufgezeigt, namentlich Einschränkungen bezüglich Erklärungsgehalt und praktischer Handlungskonsequenzen sowie der Vernachlässigung traditioneller soziologischer Aspekte wie Macht und sozialer Ungleichheit. Ein 3. Teil formuliert unter Hinweis auf alternative theoretische Ansätze Folgerungen für einen ergiebigeren Transfer von soziologischer Theorie und der Praxis Sozialer Arbeit.
| Kerralie OEUVRAY | ND |
Grâce à un réseau professionnel performant, il est désormais devenu possible de se sortir de la toxicodépendance. Toutefois, il existe encore bon nombre de personnes toxicodépendants qui semblent s'installer durablement comme clients et patients auprès d’organisations médico-sociales. Considérées souvent comme chroniques, elles ne consomment pourtant quasiment plus de produits illicites. Loin d'être privées de liens, elles en entretiennent une abondance. Ainsi, les rapports durables entre professionnels et personnes toxicodépendants dépassent le débat inclusion – exclusion. Une recherche récente suggère que ces rapports durables annoncent une nouvelle manière institutionnalisée d'exister en société, caractérisée certes par l'absence de risques conventionnels mais aussi par l'absence du risque de se projeter dans le futur. Car les conditions manquent pour que ces personnes puissent envisager autre chose que la revendication d'un « présent » comme seul « projet » sensé et admissible dans la société d'aujourd'hui.
| Mirjam PFISTER | ND |
Steigende Armutsquoten führen zu einem erhöhten Bedarf an öffentlicher und privater Sozialhilfe. Am Beispiel der Winterhilfe Schweiz wird ein Beitrag an die Standortbestimmung der privaten Sozialhilfe in der Schweiz geleistet. Im Gegensatz zur öffentlichen Sozialhilfe leistet die Winterhilfe nur punktuelle Unterstützung, welche als Überbrückungshilfe gedacht ist und den Bezug von Sozialhilfe verhindern oder ergänzen soll. In der vorliegenden Studie werden folgende Fragen untersucht: Wie sind die KlientInnen der Winterhilfe bezüglich Alter, Geschlecht, Einkommen, Erwerbsstatus, berufliche Qualifikation und Problemlagen zu charakterisieren? Wie wirksam und nachhaltig ist die Hilfeleistung? Mittels Telefoninterviews und Fragebogenbefragungen von KlientInnen der Winterhilfe werden diese Fragen qualitativ und quantitativ exploriert. Während sich die ersten Fragen mit den KlientInnen und der Hilfeleistung der Winterhilfe befassen, geht es in einem zweiten Teil der Studie um die Arbeitsweise, spezifische Voraussetzungen und Leistungen der einzelnen Kantonalorganisationen. Durch regional zusammengestellte Gesprächsgruppen mit den GeschäftsführerInnen werden die regionalen und kantonalen Unterschiede herausgearbeitet.
| Anna Maria RIEDI | ND |
Die Mütter- und Väterberatung der Stadt Winterthur ist ein niederschwelliges Angebot für Gesundheitsförderung und Prävention im Frühkindalter mit hoher Akzeptanz. Die Positionierung im sich schnell entwickelnden Sozial- und Gesundheitswesen ist heute eine vordringliche Aufgabe. Anknüpfend an eine quantitative Evaluationsforschung zur Programmdurchführung sollen mit qualitativen Methoden nun Lösungen für die Probleme der Programmentwicklung gefunden werden (Beratungsformen und -inhalte).
| Thomas ROTH | ND |
Eine Untersuchung über die Entwicklung von Konflikten und Spannungsfeldern auf öffentlichen Sozialdiensten in der Schweiz: ? Darstellung der quantitativen und qualitativen Konfliktpotentiale und –ebenen in der öffentlichen Sozialhilfe seit 1990 ? Kräftefeldanalyse der unterschiedlichen Interessenslagen sowie deren Repräsentation in der gesetzlichen Sozialarbeit ? Kritische Analyse der bisherigen soziologischen und sozialarbeiterischen Untersuchungen der Sozialhilfepraxis in einem interdisziplinären Kontext ? Darstellung der existierenden (d.h. gesetzlich legitimierten bzw. politisch autorisierten) Repressions- und Sanktionsmittel in der öffentlichen Sozialhilfe ? Rolle und Anwendung der SKOS-Richtlinien und anderer Berechnungsgrundlagen für ein sozialen Existenzminimum in den untersuchten Kantonen ? Gewichtung von Sanktions- und Anreizmodellen und Einschätzung ihrer Auswirkungen auf Unterstützungsdauer und –quote von SozialhilfeempfängerInnen ? Theoretische und empirische Aufarbeitung der Bedeutung von sozialer Kontrolle im Wirkungsfeld der staatlichen Sozialhilfe ? Darstellung der subjektiven und objektiven Belastungen für Sozialtätige auf professionellen und semi-professionellen Sozialdiensten mit gesetzlichem Sozialhilfeauftrag
| Suzanne STOFER , avec/mit Antonio CUNHA, Sylvie PELLATON LERESCHE | ND |
Dans notre pays, l'ensemble des cantons romands et le Tessin, ainsi que quelques cantons alémaniques, proposent des mesures actives (professionnelles et/ou sociales) intégrées à l'aide sociale existante ou développées dans des régimes spécifiques de lutte contre la précarité qui visent à rompre avec la logique assistancielle. L'évaluation des effets de ces mesures constitue, à l'heure actuelle, l'enjeu majeur de l'efficacité et de la pertinence des nouveaux modèles de politiques sociales. Pour mener cette évaluation, il faut prendre en compte l'offre de mesures, mais également la conception, l'organisation et le fonctionnement spécifiques de chaque dispositif cantonal. L'objectif de notre intervention serait de présenter, grâce à une approche comparative, une mise en perspective des bilans des différents dispositifs cantonaux, et des mesures que ceux-ci proposent, en nous appuyant sur les recherches (évaluation du RMR, du RMCAS, identification des besoins des usagers, évaluation de l'efficacité des mesures) que notre équipe mène depuis plusieurs années dans le domaine de l'analyse et de l'évaluation des nouvelles politiques d'insertion.
| Jürgen STREMLOW | ND |
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes soll die bestehende schweizerische Vormundschafts-Statistik in Richtung eines qualitativ aussagekräftigen Informationsinstrumentes ausgebaut werden, das Grundlagen und Vergleichsdaten für Qualitätsentwicklung im schweizerischen Vormundschafts-wesen zur Verfügung stellt. Ziel ist es insbesondere, in Zusammenarbeit mit den Vormundschaftsbehörden der Kantone, ein Informationsinstrumentarium zu entwickeln, das Steuerung und Planung im kantonalen Vormundschaftswesen erlaubt. Auf der Theorie-Ebene geht es bei diesem Projekt um die Dimensionierung von Qualität im Vormundschaftswesen und auf der methodischen Ebene um die Bildung von empirisch einfach erfassbaren Qualitätsindikatoren. Ziel des Ausbaus der bestehenden Vormundschaftsstatistik ist es, mit möglichst wenigen zusätzlichen statistischen Elementen die Aussagekraft im Hinblick auf Qualitätsfragen zu verbessern: Nur wenn der zusätzliche statistische Aufwand im Verhältnis zum Informationsgewinn steht, werden die kantonalen Akteure mitarbeiten und wird das neue Informationsinstrument Grundlagen für soziale Interventionen liefern.
| Sabine VOELIN , avec/mit Claude ATTINOST | ND |
Etude exploratoire qualitative visant à saisir, sur la base de récits d'expériences de professionnels du travail social en situation de crise, quels en sont les enjeux à partir d'une approche pluridisciplinaire de la notion d'acteur. Potentiellement agent vs acteur dans un contexte donné, l'individu s'inscrit dans un processus d'exercice de son autonomie dans l'espace-temps défini par son activité. Aussi, l'identification de situations exemplaires du point de vue d'un positionnement différentié du sujet, de ce qu'il transmet des facteurs mobilisateurs de son action, du rôle qu'il y aura joué en interaction avec les autres protagonistes, nous informe sur les modes d'action – dont fait partir l'agir communicationnel - face aux divers types de crises en cause. Devant les présupposés de la sociologie de l'action qui analyse les stratégies à partir d'un conception rationnelle de l'individu (Tourraine, 199, 2000, Crozier,1992, 2000 Dubet,1994,1995) nous avons opté pour une approche pluridisciplinaire qui englobe l'idée d'un acteur divisé et en mouvement. Dans cette perspective, le sujet, mû par une part d'irrationalité et d'ambivalence (Weber, 1971) en référence à la psychanalyse (Herfray,1993) est placé à la fois dans un espace institutionnel historiquement situé et dans une approche psychodynamique du travail (Dejours, 1996,2000) Le recueil des données a été effectué sous la forme de récits d'expériences écrits et oraux à Genève et Strasbourg auprès de professionnels du travail social: assistants sociaux et éducateurs spécialisés. 1. Par crise, nous entendions aussi bien des conflits internes exprimés sur le plan psychologique et somatiques, des conflits autour des valeurs, des compétences que des conflits entre personnes (les pairs, la hiérarchie institutionnelle) ou autour des conditions d'exercice de l'activité professionnelle, voire encore des conflits de pouvoir, etc.
| Annegret WIGGER | ND |
Interventionen im Feld Sozialer Arbeit stehen im Spannungsfeld verschiedener Deutungslogiken. Wie verändern sich diese Deutungssysteme, wenn Fachlogiken/Theorien für die Entwicklung von Konzepten im Bereich der Gesetzlichen Sozialarbeit und damit in den Bereich der Verwaltungslogik geraten ? Diskutieren möchte ich diese Frage aufgrund meiner Erfahrungen am Beispiel eines konkreten DO-RE-Forschungsprojektes „Entwicklung eines fachlich abgestützten Heimaufsichtskonzeptes« im Kanton St. Gallen (Laufzeit März bis November 2001). Folgende Fragen tauchen auf: Lassen sich – im Sinn eines übergeordneten Deutungsrahmens – beide Logiken bei der Konzeptentwicklung integrieren? Werden fachlich entwickelt und begründete Interventionen bei der Anwendung in einem verwaltungslogischen Kontext in ihrer Bedeutung sozusagen auf den Kopf gestellt – oder spiegelt sich hier einfach nur das Verhältnis von Forschung und ihrer jeweiligen Anwendung?
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Socio.01
Département de Sociologie, Université de Genève Bd du Pont-d'Arve 40, 1211 Genève 4 Tél. (022) 705-83-02, socio01@socio.unige.ch |