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GENÈVE/GENF/GENEVA,
19 - 22 SEPTEMBRE/R 2001
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MODULE :
Etudes genre/Gender studies
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| Natalie BENELLI | ND |
En tant qu’activité féminine par excellence, le nettoyage cumule un grand nombre de caractéristiques spécifiques à l’emploi féminin du tertiaire : faible niveau de qualification, faible niveau salarial, invisibilité, cadences accrues, etc. Néanmoins, près de la moitié des employé-e-s engagé-e-s par une entreprise de nettoyage en Suisse sont des hommes. Or, la branche est caractérisée par une ségrégation sexuelle très forte : la différenciation des rôles, la répartition des tâches entre femmes et hommes, est à tel point naturalisée et intériorisée que les responsables du personnel, mais aussi les employé-e-s elles-mêmes/eux-mêmes utilisent souvent les termes « femmes » et « hommes » pour désigner les fonctions et les tâches du personnel. Dans cette communication, je m’intéresse à la manière dont les employé-e-s de nettoyage perçoivent leur activité professionnelle et vivent leur travail quotidien. C’est l’approche de genre qui sera au centre de l’analyse de leurs discours.
| Marion FRANKE , avec/mit Inge SIMOEL | ND |
What the hell is going on here? Was haben Organisationen mit Geschlecht zu tun und was passiert mit dem Geschlecht in Organisationen? Berichtet wird aus der eigenen ethnographischen Studie in neun Unternehmungen, die den Zusammenhang von Organisation und Geschlecht unter einer kulturellen Perspektive näher betrachtet. Die Ergebnisse der Untersuchung werden anhand der Frage, wie Organisationen Geschlecht organisieren, diskutiert. Schwerpunkt der Forschung liegt auf einer Verbindung von konstruktivistischem Denken und ethnographischen Sehen. Berichtet wird von einer Methode, die im Forschungsprozess entwickelt wurde: das kosmographische Verfahren als Entdeckungs-strategie von Geschlecht in Organisationen. Ausgehend von der methodologischen Seite des Forschungsprojekt sehen wir einen Anknüpfungspunkt an die im Call for papers gestellten Fragen. Wie kann man Geschlecht untersuchen und mit gender studies in der jetztigen Zeit an die brennenden Fragen anschließen. Wie kann Geschlecht erforscht werden, ohne Forschungsbefunde zu simplifizieren und die Aussagen über Geschlecht erneut in die Schleife der Reproduktion folgenschwerer Befunde über Frauen und Männer einzubinden?
| Margrit E. KAUFMANN | ND |
Auf der einen Seite behandeln feministische Theorien 'Frau', 'Mann', 'Queers' u.a. als sozial und kulturell konstruierte Kategorien und wehren sich gegen Zuweisungen. Auf der anderen Seite konstruieren 'wir' (Feministinnen) selbst eine mehr oder weniger homogene Kategorie 'Frau', um politisch handeln zu können. Blenden 'wir' dabei Differenzen innerhalb der Kategorie 'Frau' aus, so erscheinen 'Frauen' vor allem als Opfer – ein altbekanntes Bild. Gegenüber körperpolitischen Gewaltverhältnissen ist es aber besonders schwierig, einen differenzierteren Begriff 'Frau' beizubehalten. Dies werde ich an Formen der Körperpolitik aufzeigen, die sich auf das Gebären - als Nahtstelle, an der sich gesellschaftliche und politische Interessen mit subjektiven, leiblichen Prozessen verweben - ausrichten. Ich beziehe mich zum einen auf das Beispiel der ICPD, International Conference on Population and Development, 1994 in Kairo, wo sich Probleme internationaler feministischer Politik im Umgang mit Bevölkerungspolitik abgezeichnet haben. Dort zeigte sich unter anderem, dass sich ein aktueller Missbrauch feministischer Inhalte zu rassistischen Zwecken verunsichernd und spaltend auf feministische politische Praxen auswirkt. Zum anderen werde ich von eigenen Schwierigkeiten in meiner Forschung berichten, gegenüber Bevölkerungspolitiken, die 'Frauen' als homogene Kategorie potentiell Gebärender behandeln, eine dekonstruktivistische Position zu den herrschenden Geschlechterkategorien zu vertreten.
| Liz KELLY , avec/mit Corinna SEITH | ND |
In this paper we explore the the relationship between feminist theory in the academy and women's activism in the community through the lens of work on violence against women, where there continues to be a semblance of dialogue and debate between these sectors (at least in English speaking contexts). Moreover, feminist thinking and feminist research methods, have had extensive influence on mainstream policy and practice ranging from the conduct of large scale victimisation studies, through definitions of human rights in international law, to the practice of the police. This leads us to pose an additional set of questions. Firstly, why - when there is an interesting 'success' story to explore - is violence against women a residual, if not entirely absent topic in mainstream women's/gender/feminist studies? Secondly, why have concerns within gender studies about the construction of 'victimhood' and dramatisation referred so little to the actual content of either feminist research or feminist practice in the field of violence against women? Thirdly, how can feminist researchers negotiate complex relationships with feminist activists (especially when this involves evaluation of women's projects) and state agencies, whilst retaining a critical and intellectual perspective? Examination of these questions, and the consequences for feminists in various locations, will lead to suggestions about the possibilities and limits for future connections between feminists inside and outside the academy.
| Brigitte LIEBIG | ND |
Zwischen Anliegen der feministischen Organisationsforschung und jenen der Organisationen bzw. Unternehmen besteht bis heute eine erhebliche Kluft. Studien zur sozialen und kulturellen Reproduktion von Geschlechterverhältnissen in Organisationen, wie sie die letzten Jahre prägten, zielen zwar auf eine Veränderung geschlechtshierarchischer Arbeitsbedingungen, nur selten jedoch schliessen sie Aussagen zur Verbesserung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ein. In dieser Einschränkung der Perspektiven kommt ein Denkmuster zum Ausdruck, welches Geschlechtergleichheit in erster Linie als moralisch-ethische Frage definiert und deren nutzenbezogene Aspekte für die Betriebe ausklammert. Am Beispiel ausgewählter Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojekts zum Thema 'Organisationskultur und Geschlechtergleichstellung' (SPP Zukunft Schweiz) soll erläutert werden, dass jedoch gerade in der betrieblichen Praxis weniger ethische oder soziale Argumente, sondern pragmatisch-utilitaristische Vorstellungen die grössten Spielräume zur Verwirklichung der Gleichstellungsvorgaben bereithalten.
| Fabienne MALBOIS | ND |
Le principe de l’égalité entre femmes et hommes est devenu une des composantes normatives de l’espace public contemporain. Le “tiers symbolisant”, matrice symbolique où sont prescrites la vérité et la justesse de l’ordre social, met en scène l’égalité entre les sexes à quatre niveaux au moins. Je postule qu’au travers des mouvements de libération des femmes, les militantes féministes des années 70 ont contraint nos sociétés à se représenter en tant qu’organisation sociale bi-sexuée et à rendre intelligible les rapports sociaux entre les sexes en en énonçant les raisons et les fins. A partir de l’analyse des caractéristiques des MLF, -et en particulier de sa tendance dite radicale-, telles que la non-mixité, l’autonomie, la distribution horizontale du pouvoir et les groupes de prise de conscience, je procéderai à la mise au jour du contre-espace public féministe qui se constitue autour de la dénonciation et de l’analyse du patriarcat.
| Karola MALTRY | ND |
In den Zukunfts- und Globalisierungsdiskursen, wie sie bisher geführt wurden, wird das Geschlechterverhältnis zumeist ausgeblendet. Deshalb besteht die Notwendigkeit, gesellschaftliche Veränderungsprozesse unter Einbeziehung geschlechtsdifferenzierender Fragestellungen zu analysieren und Frauen nicht nur als Betroffene, sondern auch als Gestaltende/Akteurinnen dieser Prozesse zu berücksichtigen. Diesen Anforderungen kann eine feministische Zukunftsforschung gerecht werden, die sich mit möglichen, wünschenswerten und wahrscheinlichen Zukunftsentwicklungen und Gestaltungsoptionen sowie deren Voraussetzungen wissenschaftlich auseinandersetzt. Wesentliche Merkmale der kritischen und damit auch feministischen Zukunftsforschung sind Interdisziplinarität, Praxisorientierung und Herrschaftskritik. Gerade weil die Zukunftsforschung neben analytischen und deskriptiven Komponenten immer auch normative, prospektive und gestalterische Elemente enthält, ist sie als feministische Zukunftsforschung geeignet, einen Beitrag zur Überwindung des aktuellen Defizits an Visionen und Utopien im feministischen Diskurs zu leisten. Sie könnte die gesellschaftliche Handlungskompetenz der Frauenbewegung stärken und das feministische Projekt gesellschaftlicher Transformation seiner Realisierung einen Schritt näher bringen.
| Elisabeth MAURER | ND |
Im theoretischen Teil werden Kriterien für das Design einer erfolgsversprechenden gleichstellungspolitischen Massnahme in der Wissenschaftspolitik vorgestellt. Diese wer-den aus Ergebnissen der Frauen- und Geschlechterforschung, Hochschul- und Evaluations-forschung und aus der Policy-Analyse abgeleitet. Voraussetzungen für erfolgsversprechende Gleichstellungsstrategien werden auch anhand des Diskurses «Gender Mainstreaming» kritisch reflektiert. Fallbeispiel ist das Graduiertenkolleg «Wissen – Gender – Professionalisierung». Dieses wird als Policy-Lerninstrument aus Gleichstellungssicht konzipiert. Bieten Evaluationen eine Chance, bei wissenschaftspolitischen AkteurInnen einen Lernprozess zum Aufbau von Genderkompetenz zu initiieren? Wie müsste ein solcher Lernprozess organisiert sein, damit neue Erfahrungen in das Redesign von Nachwuchsförderungsmassnahmen einfliessen? Verantwortlich für das Redesign sind die wissenschaftspolitischen Akteure des Bundes, wie der Bundesrat, das Parlament und der Schweizerische Nationalfonds. Wie könnte gewährleistet werden, dass die Bilanz der am Graduiertenkolleg beteiligten Personen der scientific community (ProfessorInnen und KollegiatInnen) und der gleichstellungsverantwortlichen Fachleute berücksichtigt werden? Welche Gefahren müssten aus einer kritisch feministischen Sicht bei einem solchen «organisierten Lernprozess» reflektiert werden?
| Marianne MODAK , avec/mit Clothilde PALAZZO | ND |
Cette communication présente les résultats d’une recherche, par entretiens approfondis auprès d’une trentaine de pères de jeunes enfants, sur les représentations des responsabilités domestiques, éducatives, financières et affectives qu’ils considèrent devoir endosser en tant que pères. L’analyse de ces responsabilités a pour cadre la division sexuelle du travail rémunéré et non rémunéré dans la famille, dans une perspective de genre. Les entretiens montrent, notamment, que le modèle de paternité de type " patriarcal - autoritaire " est maintenant désavoué par les pères. Ils privilégient une attitude de rapprochement affectif avec leur enfant, sans pour autant l’accompagner d’un partage plus équilibré du travail dans le couple. Tendanciellement, les obligations paternelles restent ainsi largement subordonnées aux conditions et au statut de l’emploi masculin. L’intérêt de notre étude, cependant, est de montrer l’émergence de plusieurs modalités d’assomption de la responsabilité, certaines laissant transparaître les signes d’une plus grande égalité entre les sexes.
| Elisabetta PAGNOSSIN | ND |
L'un des axes principaux de la stratégie européenne afin de parvenir à l'égalité des sexes est la conciliation de la vie familiale et de la vie professionnelle. Le plus souvent, l'attention est focalisée sur le 'volet public' (travail des femmes, crèches, aspects financiers, etc.). Qu'en est-il aussi du 'volet privé', qui englobe plus particulièrement le travail domestique et familial, les activités bénévoles, le partage des tâches, &. ? Le 'pari' annoncé et les politiques adoptées, les solutions réelles et les souhaits émis sont parmi les nombreuses facettes qui permettent d'aborder cette perspective parfois oubliée.
| Céline PERRIN | ND |
Basée sur une enquête de terrain actuellement en cours en Suisse romande, cette communication proposera une réflexion sur le genre et les catégorisations de sexe dans une perspective féministe matérialiste. L’enquête porte sur les représentations de femmes qui se définissent comme lesbiennes ou comme bisexuelles. Il s’agira d’examiner comment le genre en tant que système de représentation est actualisé dans les pratiques et dans les auto-définitions de ces femmes. Un terrain privilégié sera notamment celui du jeu sur les apparences, et du sens que les actrices leur accordent. Il s’agira également d’examiner si leur position sociale particulière dans le système de genre en tant que rapport social concret (du fait qu’elles échappent, à des degrés divers, au contrat hétérosexuel) les amène à une éventuelle subversion de ce système.
| Magdalena ROSENDE | ND |
Cette communication se propose d'interroger la conceptualisation implicite du genre dans les études en termes de ségrégation sexuelle sur la féminisation des professions qualifiées. Prenant appui sur les premiers résultats d’une recherche sur la division du travail chez les médecins en Suisse, nous montrerons que la focalisation sur le clivage entre les femmes et les hommes tend à réifier la division du travail entre les genres, à occulter les ressemblances entre femmes et hommes ainsi que les différences entre femmes ou entre hommes. S’il est vrai que le genre est longtemps demeuré invisible en sociologie des professions, force est de constater aujourd’hui sa sur-visibilisation. Le plus souvent, le concept est utilisé comme une catégorie descriptive uniquement, voire comme synonyme de femmes. Autrement dit, un grand nombre de travaux omettent de penser le genre en termes d’organisation sociale qui varie dans l’espace et le temps.
| Marilène VUILLE | ND |
La profession de sage-femme compte parmi les plus féminisées dans les pays où elle existe, et les plus diversifiées en ce qui concerne la formation qui donne accès à son exercice, ses conditions et modes d'exercice, son autonomie dans le champ médical et la reconnaissance sociale dont elle jouit. 1. Nous interrogerons ces disparités en examinant, sur la base d'une comparaison internationale, quelques facteurs contribuant à la dé/valorisation sociale de ce métier. Nous pourrons alors formuler quelques hypothèses quant au succès éventuel des stratégies des sages-femmes pour conserver ou augmenter le prestige de leur profession. 2. Nous examinerons les rapports entre le statut de la profession et le type de prise en charge des gestantes et parturientes : l'autonomie professionnelle de ces femmes au travail aurait-elle un lien avec l'autonomie décisionnelle des femmes en travail ?
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Socio.01
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